GEO-Optimierung: Wie Unternehmen bei ChatGPT, Google & Co. sichtbar werden

Beitragsbild zu GEO-Optimierung mit Johannes Christoph und digitalen Such- und KI-Interfaces für ChatGPT, Google und weitere Plattformen

Ich beschäftige mich seit 2013 mit Suchmaschinenoptimierung. Und obwohl sich in dieser Zeit technisch unglaublich viel verändert hat, ist meine grundlegende Überzeugung ziemlich konstant geblieben: Menschen haben eine Frage, ein Problem oder einen konkreten Bedarf und geben diesen in einen digitalen Suchschlitz ein.

Viele Jahre war dieser Suchschlitz vor allem Google. Heute kann er genauso gut bei ChatGPT, Gemini, Perplexity, YouTube, LinkedIn, Instagram oder auf einer spezialisierten Plattform liegen.

Für mich verändert KI deshalb nicht das Grundprinzip von Suchmaschinenmarketing. Sie erweitert den Suchmarkt.

Genau an diesem Punkt kommt GEO-Optimierung (Generative Engine Optimization) ins Spiel. Dabei geht es darum, Unternehmen, Marken und Inhalte so aufzustellen, dass sie nicht nur in klassischen Suchergebnissen erscheinen, sondern auch von KI-Systemen gefunden, verstanden, genannt, zitiert oder empfohlen werden.

Ich war diesem Begriff anfangs durchaus skeptisch gegenüber. Inzwischen sehe ich GEO als relevante neue Teildisziplin innerhalb eines größer werdenden SEO-Marktes. Nicht, weil plötzlich alles anders wäre. Sondern weil sich die Orte verändern, an denen Menschen suchen und Entscheidungen vorbereiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • GEO steht für Generative Engine Optimization und beschäftigt sich mit Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten.
  • Für mich ersetzt GEO SEO nicht. GEO ist eine neue Teildisziplin einer erweiterten SEO-Welt, man könnte auch von SEO+ sprechen.
  • Die entscheidende Veränderung: Unternehmen wollen nicht mehr nur in einer Trefferliste ranken, sondern auch Teil einer generierten Antwort oder Empfehlung werden.
  • Viele Grundprinzipien erfolgreicher SEO bleiben bestehen: Relevanz, klare Website-Struktur, gute Inhalte und externe Autorität.
  • Hinzu kommen neue Anforderungen an Markenpräsenz, Drittquellen, fachliche Einordnung und die Messung von KI-Sichtbarkeit.
  • GEO ist keine Raketenwissenschaft und schon gar kein einzelner technischer Trick. Erfolgreiche Optimierung entsteht aus einer Kombination aus Relevanz, Struktur und Autorität.
  • Für Unternehmen mit erklärungsbedürftigen, hochpreisigen oder B2B-Angeboten halte ich diesen Kanal inzwischen für besonders spannend.

Inhaltsverzeichnis

Was ist GEO-Optimierung?

GEO steht für Generative Engine Optimization.

Gemeint ist die strategische Optimierung von Inhalten, Markenpräsenz und digitalen Signalen mit dem Ziel, in Antworten generativer Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder den KI-Funktionen von Google sichtbar zu werden.

Anders als bei einer klassischen Suchmaschine besteht das gewünschte Ergebnis nicht zwingend darin, Platz 1, 2 oder 3 einer Ergebnisliste zu erreichen. Die Marke oder das Unternehmen soll direkt in der Antwort auftauchen, als Quelle herangezogen oder im besten Fall sogar empfohlen werden. Evergreen Media beschreibt GEO entsprechend als strategischen Prozess, durch den Marken, Produkte oder Inhalte von generativen Systemen verarbeitet, zitiert oder eingebunden werden.

Das ist aus meiner Sicht die sinnvollste Definition. Aber schon bei der Abgrenzung zu SEO wird es interessanter.

GEO statt SEO? Für mich ist das die falsche Frage

Im Markt begegnen mir inzwischen Begriffe wie GEO, AEO, LLMO, KI-SEO oder eben SEO Plus. Einen vollständig einheitlichen Begriff gibt es bislang nicht. Auch in der Fachwelt werden verschiedene Bezeichnungen nebeneinander verwendet.

Meine Haltung dazu ist relativ pragmatisch: Wenn wir uns auf den Begriff GEO einigen, dann ist GEO für mich eine neue Teildisziplin von SEO.

SEO bedeutet Search Engine Optimization. Für mich war dieser Begriff nie ausschließlich auf zehn blaue Google-Links begrenzt.

Entscheidend ist der Suchvorgang. Jemand sucht nach einer Antwort, einem Anbieter, einer Lösung oder einer Empfehlung. Ob diese Suche bei Google, ChatGPT, YouTube oder einer anderen Plattform stattfindet, verändert die technische Mechanik, aber nicht das Marketing-Grundprinzip dahinter.

Deshalb gefällt mir der Begriff SEO+ eigentlich ganz gut. SEO wird nicht ersetzt, sondern erweitert.
Auch praktisch gibt es starke Überschneidungen. Viele generative Systeme greifen auf aktuelle Webinhalte oder Suchindizes zurück. Evergreen unterscheidet beispielsweise zwischen trainingsbasierten, suchbasierten und hybriden generativen Systemen. Gerade bei Such- und Hybridmodellen bleibt klassische Auffindbarkeit im Web ein wesentliches Fundament. 

Darum halte ich Aussagen wie „SEO ist tot, jetzt kommt GEO“ vor allem für gutes Marketing.

Infografik zu SEO Plus mit klassischer Suche, GEO und KI-Suche sowie Plattform-Suche über Google, ChatGPT und Social Media
SEO Plus verbindet klassische Suche, KI-Suche und Plattform-Suche zu einer erweiterten Suchwelt

Warum ich GEO anfangs eher skeptisch gesehen habe

Von KI selbst war ich sehr früh begeistert. Die Möglichkeiten von ChatGPT und ähnlichen Systemen fand ich von Anfang an spannend. Aus Marketing-Perspektive war ich bei GEO trotzdem zunächst zurückhaltender.

Der wichtigste Grund war ziemlich simpel: Man konnte den Kanal kaum vernünftig messen. Bei klassischer SEO kann ich Rankings, Impressionen, Klicks, Suchvolumen und Conversions zumindest näherungsweise nachvollziehen.
KI-Suche funktioniert anders.

Menschen geben nicht mehr zwangsläufig zwei oder drei Wörter ein. Sie führen längere Dialoge, geben Kontext, verändern ihre Fragen während des Gesprächs und lassen sich Empfehlungen zusammenstellen. Dadurch wird Attribution schwieriger. Auch die Quellen weisen darauf hin, dass KI-Systeme Kaufentscheidungen zunehmend innerhalb der Antwort beeinflussen können, ohne anschließend überhaupt einen direkten Klick auf die Website auszulösen.

Meine Einstellung dazu hat sich vor allem aus zwei Gründen geändert. Erstens wird die Messbarkeit besser.
Und zweitens habe ich in meinem eigenen Unternehmen festgestellt, dass aus dieser Sichtbarkeit tatsächlich Geschäft entsteht.

Geschäftliche Recherche am Laptop zu KI-Suche und GEO-Optimierung in einem modernen B2B-Umfeld
KI-Suche erweitert die klassische Recherche um neue digitale Antwort- und Empfehlungskanäle

Über 60% unseres neuen Auftragsvolumens kamen über KI-Sichtbarkeit

Wir fragen neue Interessenten ziemlich konsequent, wie sie auf uns aufmerksam geworden sind.
Und irgendwann kamen immer häufiger Antworten wie:

„Ich habe bei ChatGPT gesucht.“
„Gemini hat euch vorgeschlagen.“
„Ihr seid mir in den Google AI Overviews begegnet.“

Als wir unseren Vertrieb für das erste Halbjahr 2026 ausgewertet haben, zeigte sich etwas, das selbst mich überrascht hat: Über 60% unseres neuen Auftragsvolumens in diesem Zeitraum ließ sich auf Sichtbarkeit in KI-Systemen und KI-basierten Suchergebnissen zurückführen.

Diese Zahl muss man fair einordnen. Darin steckt auch ein besonders großer Auftrag, weshalb der Anteil positiv verzerrt ist. Trotzdem war das für mich ein ziemlich eindeutiges Signal: Dieser Kanal produziert nicht nur Sichtbarkeit. Er kann relevantes Geschäft erzeugen.

Bei unseren Kunden sehen wir parallel ebenfalls eine deutliche Entwicklung. Wir haben im vierten Quartal 2025 begonnen, KI-Sichtbarkeit systematisch zu messen. Von dort aus hat sie sich in mehreren aufeinanderfolgenden Quartalen jeweils ungefähr verdoppelt.

Natürlich startet man dabei oft von einem niedrigen Niveau und diese Geschwindigkeit lässt irgendwann nach. Aber gerade deshalb finde ich die Entwicklung so interessant.

Infografik zur GEO-Optimierung mit 60 Prozent neuem Auftragsvolumen aus KI-Sichtbarkeit und wachsender Sichtbarkeit seit Q4 2025
KI-Sichtbarkeit ist inzwischen messbar und kann einen relevanten Anteil am Neugeschäft haben

Wie funktioniert GEO eigentlich?

Generative KI-Systeme unterscheiden sich technisch voneinander.

Manche antworten primär aus ihrem Trainingswissen. Andere greifen bei einer Anfrage auf aktuelle Informationen aus dem Web zurück. Wieder andere kombinieren beide Ansätze.

Ein wichtiges Prinzip dabei ist Retrieval Augmented Generation, kurz RAG. Vereinfacht gesagt ergänzt ein Sprachmodell sein internes Wissen um externe, aktuelle Quellen und erzeugt daraus eine Antwort. 

Für Unternehmen bedeutet das: Es reicht nicht mehr ausschließlich, eine einzelne Seite für ein einzelnes Keyword zu optimieren.

  • Ein KI-System versucht stärker zu verstehen:
    Was bietet dieses Unternehmen an?
  • Für wen ist es relevant?
  • Wofür besitzt es erkennbare Expertise?
  • Was sagen andere Quellen darüber?
  • Wie konsistent ist das Bild dieser Marke im digitalen Raum?

Genau deshalb halte ich GEO weniger für einen technischen Spezialtrick als für eine konsequente Weiterentwicklung guter strategischer Suchmaschinenoptimierung.

Mein Ansatz: Relevanz, Struktur und Autorität

Ich arbeite dafür mit meinem RSA-System.

Dieses Modell ist nicht speziell für GEO entstanden. Es beschreibt meine grundlegende SEO-Philosophie. Gerade deshalb funktioniert es für klassische Suchmaschinen genauso wie für KI-Systeme.

Relevanz

Ich möchte nicht den längsten, spektakulärsten oder vermeintlich „besten“ Inhalt produzieren. Ich möchte den relevantesten Inhalt für den konkreten Nutzer und dessen Situation schaffen.

Das beginnt deshalb oft nicht mit Keywords, sondern mit dem Angebot. Was verkauft das Unternehmen eigentlich? Für welches Problem? Für wen?
Warum sollte sich jemand gerade dafür entscheiden?
In unserer Arbeit prüfen und schärfen wir deshalb häufig zuerst die Angebotsstruktur und entwickeln daraus eine Marketing-These.

Diese These übersetzen wir anschließend in digitale Inhalte. Das können Leistungsseiten, Landingpages, Fachartikel, Autoritätsartikel oder ein sinnvoll aufgebautes Glossar sein.

Struktur

Relevanz muss digital verständlich werden.
Dabei spielen eine saubere Informationsarchitektur, klar getrennte Themenbereiche, interne Verlinkung, verständliche Überschriften und eine technisch gut lesbare Website eine große Rolle.

Auch andere GEO-Leitfäden betonen, dass Inhalte klar strukturiert und einzelne Aussagen für KI-Systeme gut erfassbar sein sollten.

Für mich ist das allerdings kein neuer GEO-Trick.
Eine saubere Struktur war schon immer gutes SEO.

Autorität

Der dritte Bereich wird durch KI aus meiner Sicht noch wichtiger.

Früher hätte man vieles davon unter Off-Page-SEO zusammengefasst. Heute denke ich dabei stärker in Richtung digitale PR und digitaler Fußabdruck.

Es reicht nicht, sich auf der eigenen Website selbst zum Experten zu erklären. Andere Quellen sollten dieses Bild bestätigen.

Deshalb arbeiten wir unter anderem mit digitalen Fachmedien, Branchenportalen, Autorenprofilen, redaktionellen Veröffentlichungen und externer Autorität.

Auch die Fachquellen betonen die Bedeutung von Drittseiten, Fachmedien und konsistenter Markenpräsenz außerhalb der eigenen Website für KI-Sichtbarkeit. 

Und genau hier wird GEO aus meiner Sicht besonders spannend. Nicht nur die Website muss stimmen. Das gesamte digitale Bild eines Unternehmens muss nachvollziehbar werden.

Infografik zum RSA-System für GEO mit Relevanz, Struktur und Autorität als Grundlage für Sichtbarkeit bei Google, ChatGPT und Co
Das RSA-System verbindet Relevanz, Struktur und Autorität für Sichtbarkeit bei Google, ChatGPT & Co

Welche GEO-Maßnahmen funktionieren aus meiner Erfahrung?

Ich würde GEO nicht auf eine einzelne Checkliste reduzieren.

Bei uns beginnt die Arbeit meist strategisch: Wir überprüfen Angebot und Positionierung, entwickeln oder schärfen daraus eine Marketing-These und übersetzen diese anschließend in die Website- und Content-Struktur.

Danach kommen je nach Unternehmen unterschiedliche Hebel hinzu.
Dazu gehören hochwertige Fachinhalte, klar aufgebaute Leistungsseiten, Autorenprofile, gezielt eingesetzte strukturierte Daten, Branchenverzeichnisse und externe Veröffentlichungen.

Ein wichtiger Teil ist außerdem digitale PR. Wir versuchen, Unternehmen nicht nur auf der eigenen Website sichtbar zu machen, sondern dort stattfinden zu lassen, wo ihre Branche ohnehin Informationen bezieht.

Gerade Fachmedien spielen dabei eine wichtige Rolle.
Daneben arbeiten wir auch mit bestehenden digitalen Assets und externer Autorität, beispielsweise passenden Expired Domains, sofern sie strategisch und thematisch sinnvoll einsetzbar sind.

Das Entscheidende ist aber nicht die einzelne Maßnahme. Sie muss in ein konsistentes Gesamtbild einzahlen.

Technisches GEO: wichtig, aber keine Zauberei

Natürlich schauen wir uns auch die technische Seite an.
Bevor wir über Inhalte und Autorität sprechen, prüfen wir, ob eine Website überhaupt vernünftig crawlbar und strukturell erfassbar ist.

  • Kann der Inhalt gelesen werden?
  • Ist der Code sauber?
  • Sind relevante Inhalte technisch erreichbar?
  • Ist die Website sinnvoll strukturiert?
  • Sind strukturierte Daten dort eingesetzt, wo sie tatsächlich helfen?

Technische Zugänglichkeit für unterschiedliche Crawler wird auch in anderen GEO-Leitfäden als Grundvoraussetzung beschrieben.

Wir haben dabei auch Dinge ausprobiert, die zeitweise sehr stark diskutiert wurden.

llms.txt beispielsweise haben wir auf eigenen Seiten und teilweise auch bei Kunden eingesetzt. Ähnlich war es mit speziellen Grounding Pages.

Ich kann für unsere Projekte bislang allerdings keinen belastbaren Effekt nachweisen, der mich dazu bringen würde, solche Maßnahmen ins Zentrum einer GEO-Strategie zu stellen.

Deshalb setzen wir unsere Prioritäten heute anders.

  • Saubere technische Grundlagen: ja
  • Eine gut strukturierte Website: unbedingt
  • Sinnvolle strukturierte Daten: ebenfalls

Aber ich würde keinem Geschäftsführer erzählen, dass eine zusätzliche Textdatei im Root-Verzeichnis plötzlich sein GEO-Problem löst.

Wie messen wir KI-Sichtbarkeit?

Die Messung ist inzwischen ein fester Bestandteil unserer Arbeit.

Wir arbeiten mit einem definierten Prompt-Set, das sich aus dem Angebot, der Positionierung, relevanten Fragestellungen und der Marketing-These des Unternehmens ableitet. Dieses Set entwickeln wir während der Zusammenarbeit weiter.

Darauf aufbauend beobachten wir plattformübergreifend, wie sichtbar ein Unternehmen in verschiedenen KI-Systemen ist und wie sich diese Sichtbarkeit im Zeitverlauf verändert.

Dafür nutzen wir ein eigenes Dashboard, auf das auch unsere Kunden zugreifen können.

Mehr Details möchte ich an dieser Stelle bewusst nicht offenlegen.

Entscheidend ist für mich aber: GEO wird dadurch von einem diffusen Trend zu einer steuerbaren Marketingdisziplin.

Perfekt ist die Messung noch lange nicht.
Aber wir können heute deutlich besser analysieren, begleiten und optimieren als noch vor ein oder zwei Jahren.

Für wen ist GEO besonders interessant?

Besonders spannend finde ich GEO für Unternehmen, bei denen vor einer Anfrage recherchiert und verglichen wird.

Das betrifft viele B2B-Unternehmen, Anbieter erklärungsbedürftiger Leistungen und Unternehmen mit hochpreisigen Angeboten.

Genau deshalb beschäftigen wir uns in meiner Beratung intensiv damit.

Mein eigener Schwerpunkt liegt in der Bau- und Planungsbranche: Ingenieurbüros, Architekturbüros, Bauunternehmen, Projektentwickler, Hersteller und andere Anbieter rund um Bau und Planung.

Aber das Prinzip gilt darüber hinaus überall dort, wo Kunden nicht spontan ein günstiges Produkt kaufen, sondern zunächst verstehen wollen:

  • Wer kennt sich mit meinem Problem aus?
  • Welche Anbieter gibt es?
  • Wer hat Erfahrung?
  • Wem kann ich vertrauen?

 

Genau solche Fragen eignen sich hervorragend für KI-gestützte Recherche.

Geschäftsführer und Fachperson recherchieren gemeinsam am Laptop zu einer komplexen B2B-Entscheidung mit KI-Unterstützung
Gerade bei komplexen B2B-Entscheidungen wird KI-Suche zu einem wichtigen Recherchekanal

Mein Fazit: Der Suchschlitz bleibt

Für mich ist GEO keine Revolution gegen SEO. Es ist eine Erweiterung. Menschen werden weiter suchen. Sie werden weiterhin Probleme formulieren, Anbieter vergleichen, Empfehlungen einholen und Antworten erwarten.

Nur der Suchschlitz verändert sich. Mal steht Google darüber, mal ChatGPT, mal Gemini, Perplexity, YouTube oder eine Plattform, die wir heute vielleicht noch gar nicht ernst nehmen. Deshalb halte ich wenig davon, SEO und GEO gegeneinander auszuspielen.

GEO statt SEO?

Nein! Für mich ist GEO eine neue Teildisziplin eines größer werdenden Suchmarktes, oder eben: SEO Plus.

Genau deshalb bleiben die grundlegenden Aufgaben erstaunlich konstant: relevant für die richtigen Menschen werden, diese Relevanz digital verständlich strukturieren und genügend Autorität aufbauen, damit nicht nur die eigene Website behauptet, dass man gut ist.

Das ist für mich der Kern von GEO-Optimierung und vermutlich auch der Kern guter Suchmaschinenoptimierung der nächsten Jahre.

Mein FAQ zur GEO-Optimierung

Was ist GEO-Optimierung einfach erklärt?

GEO-Optimierung bedeutet, Unternehmen, Marken und Inhalte so aufzustellen, dass generative KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity sie verstehen, als Quelle verwenden oder in ihren Antworten empfehlen können.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

SEO optimiert traditionell die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. GEO konzentriert sich auf generierte KI-Antworten. In der Praxis überschneiden sich beide Bereiche stark. Für mich ist GEO deshalb eine neue Teildisziplin innerhalb einer erweiterten SEO-Strategie.

Wird GEO SEO ersetzen?

Nein. Viele GEO-Maßnahmen bauen auf klassischen SEO-Grundlagen auf. Gleichzeitig erweitert sich der Suchmarkt um zusätzliche Systeme und Antwortformate.

Was bedeutet „GEO statt SEO“?

Die Formulierung beschreibt den Wandel von klassischen Ergebnislisten hin zu generierten Antworten. Ich halte „statt“ allerdings für irreführend. Treffender wäre aus meiner Sicht SEO plus GEO oder schlicht SEO+.

Welche Maßnahmen sind für GEO wichtig?

Besonders wichtig sind eine klare Positionierung, relevante Inhalte, eine verständliche Website-Struktur, technische Crawlbarkeit, Autoren- und Expertensignale sowie externe Erwähnungen, Fachmedien und andere vertrauenswürdige Drittquellen.

Kann GEO gemessen werden?

Ja, wenn auch noch nicht so präzise wie klassische SEO. Wir arbeiten beispielsweise mit definierten Prompt-Sets und beobachten die Sichtbarkeit eines Unternehmens plattformübergreifend über einen längeren Zeitraum. Dadurch lassen sich Veränderungen und Maßnahmen inzwischen deutlich besser bewerten.

Portrait von Dr. Johannes Christoph im blaunen Pullover vor beigem Studiohintergrund

Dr. Johannes Christoph

Promovierter Ingenieur, SEO-Berater, Unternehmer und Dozent.

Ich verbinde Bau und Planung mit digitaler Sichtbarkeit: studierter Landschaftsarchitekt, promoviert in Architekturgeschichte und seit 2013 mit eigenen Websites und digitalen Projekten unterwegs. Heute berate ich Unternehmen zu SEO und digitaler Sichtbarkeit – mit besonderem Fokus auf Bau und Planung – und gebe mein Wissen als Dozent weiter.

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